DVD: Nina – Diary of a Porn Star

Von  //  10. August 2011  //  Tagged: , ,  //  Keine Kommentare

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Sophie hat keine Lust mehr Nina Roberts zu sein. Sie kommt sich vor wie eine Maschine, hat seit dem Beginn ihrer Arbeit im Porno-Business keine Orgasmen mehr, fühlt sich mehr und mehr fremd und vollzieht als logische Konsequenz den Ausstieg. Der Film begleitet sie hautnah in alltäglichen Situationen, beim elterlichen Besuch oder auch mit der eigenen kleinen Tochter im Arm. Das alles kommentiert sie in höchstem Maße subjektiv. Gefilmt wird sie dabei von ihrem Lebensgefährten Thibault Staib.

Nina – Diary of a Porn Star verharrt in privaten Momenten, die teilweise forciert, dann aber manches mal auch authentisch eingefangen scheinen. Viel Angriffsfläche bietet die gewählte Form nicht, da sie ihren Status als privates Dokument kenntlich und geltend macht und keine anderen Personen zur Kontrastierung zu Wort kommen lässt.
Nina plappert ohne Unterlass – über die Bedingungen in der französischen Industrie, über Horrorgeschichten die sie aus den USA gehört hat, über den Sinn, den ihr Kind ihrem Leben verliehen hat und natürlich über ihren Roman, in dem sie ihre Erfahrungen fiktionalisieren möchte. Beim Entstehungsprozess will der Film ebenfalls teilhaben, die spleenige Protagonistin bleibt aber in ihrer exzentrischen Art von der Kamera (und mag sie noch so ungeschönt hinschauen wenn Nina abgeschminkt ist) unerschlossen und wirkt nicht selten unreif-postpubertär.

Auch wenn Sopie als Nina Roberts in mehr als 20 Filmen die Hauptrolle spielte und möglichst abgebrüht auftreten will, wird sie dem Begriff „Porn Star“ schon aufgrund ihrer eher geringen Popularität und einer verhältnismäßig kurzen Karriere kaum gerecht. Insgesamt sieht Nina zwar aus wie ein ehrlicher, interessierter Blick auf die Person – die unangemessenen Tiefschläge gegen die Pornoindustrie allerdings wirken eher bemüht als kompetent und rauben der angestrebten Intimität jeden Reiz. Denkbar unfilmisch und ästhetisch gewollt unterentwickelt, wäre diese auch in ihrer Laufzeit knapp bemessene Dokumentation im Nachtprogramm der Öffentlich-rechtlichen ganz gut aufgehoben.

Frankreich 2007, R: Thibault Staib

Nina – Diary of a Porn Star ist im Mai 2011 bei good!movies als DVD erschienen.


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Über den Autor

Aufgewachsen inmitten der pulsierenden Film-Metropole Merkstein/Rheinland mit ihren schillernden Kino-Palästen, umgeben von hochkarätigen Stars, Regisseuren und Filmkritikern blieb Marco Siedelmann nicht viel anderes übrig, als selbst Filmjournalist zu werden. Er schreibt u. a. für critic.de, deadline und negativ.

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