The Blank Generation

Von  //  13. August 2011  //  Tagged: ,  //  Keine Kommentare

Tina Weymouth (Talking Heads) von hinten.
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Es gibt so Momente in der Kulturgeschichte, wo einfach die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammentreffen. Für die Rockmusik war einer dieser Momente die New Yorker Untergrund-Szene Mitte der 70er Jahre. Heutzutage erscheint es beinah unvorstellbar, daß es noch einmal so einen Moment geben kann, indem so stilbildende, aber vollkommen unterschiedliche Bands wie RAMONES, BLONDIE, SUICIDE oder TALKING HEADS auf einem Haufen hängen, sich gegenseitig gut finden, aber trotzdem ihr ureigenes Ding durchziehen. Die Subkulturen wurden seitdem fein ziselliert, wer Hardcore gut findet, rümpft die Nase über New Wave, und andersherum. Dieser Film dokumentiert einen Zeitpunkt, als Rockbands sich noch nicht freiwillig in irgendeine Schublade gesteckt haben und auf der Suche nach einem Producer waren, der ihnen den immer gleich klingenden „fetten Sound“ verpaßt – diese Bands wollten eigenständig sein und nicht einfach so klingen wie ihre große Helden.

Es ist dann auch nur konsequent, daß gewollt andersartige Musik auch gewollt andersartig gefilmt wird. Ivan Král und Amos Poe verwehren sich dem allgemeinem Stil, wie Musiknummern in dieser Zeit im Fernsehen abgefilmt wurden, sondern machen die Kamera zu ihrem subjektivem Auge – und da ist es dann auch ganz egal, wenn bei Nahaufnahmen die Gesichter der Musiker unscharf werden, es ist der Moment, der zählt und im Einklang mit der Musik steht. Dies allerdings im übertragenem Sinne, denn die Filmaufnahmen sind nie synchron mit der Tonspur – und da mag jeder selbst entscheiden, ob dieses divergierende Element künstlerisches Kalkül war oder die Filmemacher beim Schnitt einfach nur festgestellt haben, wie schwierig das ist, das alles zusammenzufügen, da das Bildmaterial oft auch von verschiedenen Konzerten der einzelnen Bands stammt

Wayne County im Bierdosenkleid.

THE BLANK GENERATION ist, das dürfte klar sein, in erster Linie ein unverzichtbares Zeitdokument. Neben den Live-Auftritten gibt es auch noch spontane Kameraschwenks durch das Publikum und vereinzelte Spielszenen auf den Straßen von New York. Den größten Eindruck macht aber die Musik – einerseits die bekannten Bands in frühen Phasen, andererseits auch Bands, von denen man kaum noch was gehört hat – wie die 60s-Retro-Rocker THE MARBLES, die hier einen wundervollen Song präsentieren, der aber scheinbar nie auf Platte veröffentlicht wurde – die Band brachte anscheinend leider nur zwei Singles heraus, von denen die erste mit ihrem Beach Boysigem Harmoniegesang auch sehr zu gefallen vermag: Red Lights. Ja, unter den zehn vertretenen Band gibt es auch ein paar weniger Interessante, die recht standartisierten Glamrock abliefern, aber selbst diese haben einen genauso druckvollen wie dreckigen Sound, der heutzutage selbst mit Vintage-Verstärkern kaum noch hinzukriegen sein dürfte. Dazu hat sich zuviel verändert.

Apropos Veränderung: Torsten Meyers Film THE SILENCE AFTER, in dem er die letzten Konzerte dokumentiert, die 2006 im CBGBs stattgefunden haben, könnte durchaus als Sequel oder Gegenpunkt zu diesem Film gewertet werden. Zwei der Protagonistinnen kehren hier auch zurück: Debbie Harry ist immer noch cool as fuck, und die Akustik-Coverversion von „Poison Heart“ der Ramones macht richtig Gänsehaut, auch wenn die Sängerin den Text teilweise von einem Zettel ablesen muß. Patti Smith ist auch wieder dabei, macht aber einen arg arroganten Eindruck – sie scheint sich selbst mittlerweile viel zu wichtig zu nehmen. Und wo wir gerade dabei sind: Torsten Meyer scheint auch derjenige zu sein, der die subjektiv-dokumentarische Kamera von Amos Poe aufgehoben hat. Mehrfach in der Woche besucht und filmt er Konzerte in New York – die Resultate sind dann 1-2 Tage später auf seinem vimeo-Kanal zu sehen. Vieles davon ist ungewöhnlich und passt in keinerlei Schublade – also ist vielleicht doch noch ein bißchen Hoffnung.

USA 1976, Regie: Ivan Král / Amos Poe


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Über den Autor

Alex Klotz ist ein Zelluloid atmendes Wesen und betreibt den Blog hypnosemaschinen. Alex Klotz hat nie als Tellerwäscher, Aushilfsfahrer oder Kartenabreisser gearbeitet und gedenkt das auch in Zukunft nicht zu tun.

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