DVD: Der Mann mit der Narbe

Von  //  21. November 2011  //  Tagged: , , , ,  //  Keine Kommentare

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Der Gangster Paul Muller (Paul Henreid) wird gerade aus dem Gefängnis entlassen, da plant er schon den nächsten Coup. Ein irrwitziges Unterfangen: ausgerechnet das illegale Spielcasino eines Mafia-Paten will er ausnehmen. Natürlich geht das Ding schief – und Muller flieht vor den Killern. Doch die Mobster scheinen jeden zu finden. Als er in Los Angeles von einem Psychologen namens Dr. Bartok hört, der ihm verblüffend ähnlich sehen soll, reift in ihm ein weiterer wagemutiger Plan. Was wäre, wenn er dessen Identität annähme? Doch Bartok hat eine riesige Narbe mitten im Gesicht.

Steve Sekely, Exilrumäne und seinerzeit vor den Nazis geflüchtet, ist als Regisseur eher für den Science-Fiction-Film The Day of the Triffids bekannt. Hier nun ein Beitrag von ihm im Genre des Film Noir, nach einem Roman von Murray Forbes. Der Plot, obwohl mit einem famos negativen Ende schließend, ist typisch für diese Art B-Movie: ziemlich konstruiert. Dass das Schicksal im Genre stets eine große Rolle spielt, ist geschenkt. Doch hier schlägt die Handlung einige Haken, die schließlich im Doppelgängerplot kulminiert; eine Herausforderung, die Henreid mehr schlecht als Recht mit seiner Doppelrolle zu gestalten weiß. Etwas Schweiß auf der Stirn in brisanten Situationen und ein eifriges Üben der fremden Unterschrift müssen ausreichen, um als strukturelles pars pro toto durchzugehen. Aber auch hier muss man Augen zudrücken: in einem gerade mal 80 Minuten knappen Genrereisser kennen wir ja die Strukturen und die Signalszenen. Wer wollte da ausgefeilte Psychologisierungen erwarten!

Doch darf nicht übersehen werden, dass der Film auch einiges Potenzial hat: es ist ein Freude mit anzusehen, wie dieser durchaus intelligente Mann, der in wenigen Nächten kettenrauchend sich das Wissen eines Psychologiestudiums draufschafft, mit einiger Kompromisslosigkeit seine Ziele verfolgt. Ein kreativer Denker, dem sein gewalttätiges Naturell in die Quere kommt – und der die Abkürzungen, die es bietet, nicht ablehnen kann. Ein normaler Job mit einem kleinen, dafür steten und legalen Einkommen ist nichts für ihn. Kein Wunder reizt ihn der Plan, das Leben eines anderen Mannes zu führen. Und auch die einzige wichtige Frauenrolle, die Sekretärin Bartoks namens Evelyn Hahn (Joan Bennett) ist eine interessante Figur. Eine schöne, aber vom Leben enttäuschte Frau, die nicht klein beigibt und reichlich abgeklärt und desillusioniert wirkt. Gerade sie, die sich mit Muller nicht einlassen will, muss dann, als der Rollentausch gelingen soll, überzeugt werden. Dass der Film immer wieder mit einem reduzierten Score arbeitet, spricht für ihn. Einige Spannung gewinnt er aus seiner Stille, die sich über alles legt. Wie auch die Kameraarbeit sehr schön anzusehen ist – zwar unpersönlich, aber mit markanten, manchmal beinah überzeichneten ikonographischen Bildern des Genres.

Der Mann mit der Narbe / Hollow Triumph aka The Scar (USA 1948; Regie: Steve Sekely)

Der Mann mit der Narbe erscheint bei Koch Media in der Reihe Film Noir – Collection Nr. 8 und erscheint am 25. November auf DVD. Der Film liegt sowohl im Original ohne Untertitel als auch in der deutschen Synchronisation vor, die allerdings sehr blechern klingt. Bonusmaterial ist bis auf eine sehenswerte Bildergalerie nicht vorhanden.


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Der Mann mit der Narbe


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Über den Autor

Michael Schleeh schaut vor allem asiatische Filme. Seit ein paar Jahren betreibt er das Blog SCHNEELAND und schreibt Reviews für verschiedene Webseiten. Indisches Regionalkino ist sein aktuellstes Ding. ~~ Michaels Filmtagebuch: http://letterboxd.com/schneeland/ ~ Michaels Twitter: @mono_micha

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