The Thing

Von  //  13. Januar 2012  //  Tagged:  //  1 Kommentar

Die Paläontologin Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead)

Braucht man zu jedem Horrorfilmklassiker ein Remake? Diese Frage hat sich vermutlich auch Regisseur Matthijs van Heijningen Jr. gestellt und statt eines Remakes vom Remake ein Prequel zu letzterem vorgelegt…

… doch was dabei herausgekommen ist, orientiert sich dennoch stark an Carpenters Interpretation des Originals von 1951, wobei van Heijningen Jr. zunächst schon versucht, eine logische Vorgeschichte für Carpenters Story zu liefern.

Eine Forschergruppe wird in die Antarktis geschickt, um ein im Eis eingefrorenes Wesen zu untersuchen, das mutmaßlich von einem anderen Planeten kommt. Die Paläontologin Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead) hat die Aufgabe, das Alien zu erforschen. Statt jedoch darauf zu warten, von Lloyd und ihrer Crew aufgetaut zu werden, befreit sich das Alien frühzeitig selbst aus dem Eis. Damit wird aus dem vermeintlichen Prequel ein Remake, denn jetzt beginnt das bereits hinlänglich aus Carpenters Verfilmung bekannte Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Forscherteam und dem Alien, das jede beliebige Lebensform nachahmen kann.

Wie bereits bei Carpenter „kopiert“ das Alien die Forscher einen nach dem anderen. Nicht nur optisch gleicht es sich dabei perfekt an das jeweilige „Original“ an, es ahmt auch die charakterlichen Eigenheiten seiner Opfer nach. Seine Spannung zieht der Plot nun hauptsächlich aus dem Verhältnis der Forscher untereinander, die sich gegenseitig misstrauen. Schließlich weiß niemand so genau, ob er noch den Kollegen vor sich hat oder dessen Kopie. Die Story hält sich auch im Folgenden nah an der Version von Carpenter und wird dadurch für alle, die diese bereits kennen, sehr vorhersehbar. Auch Stimmung und Setting orientieren sich an Carpenter Film. So scheint z. B. das Lager der Forscher komplett übernommen worden zu sein. Die Nähe zum Vorgänger ist offenbar beabsichtigt, denn man bekommt schon vor dem Film ein altes Paramount Logo zu sehen, und auch Vor- und Abspann erinnern verdächtig an die Version von 1982. „Neue“ Elemente entzaubern den Film mehr, als dass sie ihn bereichern. So findet der finale Kampf nicht mehr auf der Station statt, sondern in dem Raumschiff, mit dem das Alien abgestürzt zu sein scheint. Doch wie das Alien wirkt das komplett per CGI-Technik erzeugte Raumschiff angesichts der ansonsten eher rauen Optik zu glatt.

Insgesamt also leider kein überzeugendes Prequel, sondern eher ein durchschnittlicher Science-Fiction-Film, der die bekannten Remakeproblematiken aufweist.

The thing, USA 2011, Regie: Matthijs van Heijningen Jr.


Bei Amazon vorbestellen: The Thing
(Erscheinungstermin: 22. März 2012)



Über den Autor

Alle Artikel von

Ein Kommentar zu "The Thing"

  1. Favoritner 22. April 2013 um 21:14 Uhr · Antworten

    Zu Beginn war nicht das alte Paramount Logo, sondern das alte Universal Logo zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

comm comm comm