Star Crash

Von  //  16. Februar 2012  //  Tagged: ,  //  4 Kommentare

Star Crash ist einer dieser Filme, die unter die Kategorie „so schlecht, dass er schon wieder gut ist“ fallen. Auf Geheiß ihres Imperators (Christopher Plummer) macht sich ein Team mutiger Helden auf, um das Universum von dem schröcklichen Grafen Zarth Arn (Joe Spinell) zu befreien. Die Protagonisten: Stella Star (Caroline Munro), die nicht nur mit den Waffen einer Frau umgehen kann, und der sympathisch telepathische Akton (Marjoe Gortner, im echten Leben ein ehemaliger Kinderprediger), dessen Frisur mindestens drei Amseln ausreichend Nistplatz böte. Die Weltretter fiegen mit einem Blechzäpfchen durch’s Weltall (gespielt von einer 70er-Jahre-Gartenhausbeleuchtung) und kämpfen sich durch ein paar mehr oder weniger bewohnte Planeten. Dabei treffen sie unter anderem auf leichtbekleidete Amazonen und den Sohn des Imperators Simon (gespielt vom blutjungen David Hasselhoff). Zum Schluss gibt es, nun ja, ein Showdownchen.

Star Crash erfreut nicht nur durch etliche hübsche Abstrusitäten, er bringt sogar einen gewissen Bildungsnährmehrwert mit; so ist man nach der Sichtung z. B. über die physikalischen Voraussetzungen für das Lebendtieffrieren von Menschen und die Wirkungsweise von Untergangsmaschinen im Bilde. Im Rudel konsumiert vermittelt der Film so viel gute Laune, dass selbst Stöckelschuhe bei der Bergwerkszwangsarbeit und Doppel-D-Push-Ups im Raumschiff plötzlich einen Sinn ergeben (wenn auch keinen tieferen). Sollte ich einen Film für eine Junggesellenabschiedsparty empfehlen, wäre es dieser.

Star Crash, USA 1978, Regie: Lewis Coates alias Luigi Cozzi


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Über den Autor

Bianca Sukrow, geb. in Aachen, ist Literaturwissenschaftlerin, Mitgründerin des Leerzeichen e.V., freie Lektorin und Journalistin. Im persönlichen Umgang ist sie launisch, besserwisserisch und pedantisch.

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4 Kommentare zu "Star Crash"

  1. Christoph 22. Februar 2012 um 02:16 Uhr · Antworten

    Ach so, in diesem Fall – Absolution erteilt. ;-))

    • Frau Suk 22. Februar 2012 um 11:17 Uhr ·

      Cool, die wollte ich schon immer mal haben!

  2. Christoph 17. Februar 2012 um 15:24 Uhr · Antworten

    Ich finde überhaupt nicht, dass STAR CRASH schlecht ist. Er ist „naive Kunst“ – also das, was STAR WARS eigentlich hätte sein sollen, aber über sechs Filme hinweg nie erreicht hat.

    • Frau Suk 21. Februar 2012 um 23:08 Uhr ·

      Ich glaube, es gibt da ein Missverständnis mit dem Artikel. Der ist nämlich eigentlich gar nicht als Rezension gedacht gewesen, sondern als flapsige Ankündigung für die Apollo-Reihe. Da sprechen wir hauptsächlich Leute an, die sich nicht groß mit den Filmen beschäftigen und sich nur schnell einen Eindruck machen wollen. Deswegen auch die schnodderige Formulierung am Anfang.

      Wir haben dann spontan im Büro beschlossen, dass die Länge für einen eigenen Artikel reicht. Dabei haben wir nicht bedacht, dass der Duktus dann ein bisschen seltsam ist.

      Ich denke aber, dass aus dem Rest des Textes klar wird, dass ich Star Crash sehr mag.

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