DVD: Frankenstein’s Army

Von  //  24. September 2013  //  Tagged: , , , ,  //  Keine Kommentare

1945 erhält ein Trupp russischer Soldaten den Notruf einer anderen Einheit, der sie tief in die deutschen Wälder treibt. Dort entdecken sie ein geheimes Labor, in dem der Sohn von Frankenstein nach Aufzeichnungen seines Vaters aus menschlichen und anderen Ersatzteilen im Auftrag Hitlers eine bizarre Armee erschaffen hat…

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2006 drehte der Trailer zu einem geplantem Film namens WORST CASE SCENARIO im Netz seine Runden und lieferte recht stimmungsvolle Bilder von sich per Ballon bewegenden Nazi-Zombies, auch sollte wohl ein WM-Finale Deutschland gegen Holland drin vorkommen und zu einem Krieg der beiden Nationen führen. Die Finanzierung des Projekts kam jedoch nicht zustande und Regisseur Raaphorst wandelte das Konzept etwas ab, was aufgrund der seitdem entstandenen gefühlten 200 Nazi-Zombiefilme wohl auch eine gute Idee war. Weniger gut war die Idee, das Ganze als „found footage“-Vehikel zu realisieren, führt der Film das Konzept doch einerseits ad absurdum, da er wie ein Found Footage-Film von 2013 aussieht und klingt statt wie einer von 1945 und dazu noch fürchterlich öde fotografiert und eingefärbt wurde. Das einzige Highlight sind die Gestalten, die Frankenstein Jr. zusammenbastelt, denn diese sind wirklich bizarr und originell ausgefallen. Ansonsten hat man es hier leider wieder nur mit einem lieblosem Beispiel von „gewolltem Trash“ mit aufgewärmten Witzen und nur wenig Charme zu tun.

Zur DVD: Der Film liegt auf deutsch und der englischen Originaltonspur (auf der mit russischem Akzent gesprochen wird – warum eigentlich?) vor, enthält Trailer und ein Making Of, das belegt, daß die scheinbar durchaus sympathischen Macher zumindest am Set eine Menge Spaß gehabt zu haben scheinen.

Niederlande/USA/Tschechische Republik 2013, Regie: Richard Raaphorst


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Über den Autor

Alex Klotz ist ein Zelluloid atmendes Wesen und betreibt den Blog hypnosemaschinen. Alex Klotz hat nie als Tellerwäscher, Aushilfsfahrer oder Kartenabreisser gearbeitet und gedenkt das auch in Zukunft nicht zu tun.

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