DVD: Un bianco vestito per Marialé

Von  //  6. Oktober 2013  //  Tagged: , , ,  //  1 Kommentar

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Als Kind erlebte Marialé, wie ihr Vater die untreue Mutter, den Liebhaber und anschließend sich selbst erschoß, nun lebt sie in einem abgelegenem Schloß zusammen mit ihrem Gatten Paolo und einem unheimlichen Diener, die ihr regelmäßig Medikamente aufzwingen und versuchen, sie von der Außenwelt abzuschotten. Es gelingt ihr jedoch, heimlich Freunde aufs Schloß einzuladen, die zunächst vor verschlossenem Gitter stehen, schlußendlich gegen den Willen Paolos aber doch noch eingelassen werden. Es ist ein reichlich dekadenter Haufen, der auch von einem Besuch im unheimlichen Kellergewölbe nicht davon abgehalten wird, anschließend eine ausschweifende Orgie in Kostümen zu feiern. Marialé wählt dafür das Kleid, in dem ihre Mutter erschossen wurde. Spätestens als die ersten Leichen auftauchen, wird den Besuchern klar, daß hier einiges nicht stimmt…

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Romano Scavolini ist durch seinen in einigen Ländern verbotenen, äußerst verstörenden NIGHTMARES IN A DAMAGED BRAIN bekannt geworden, der ebenfalls eine Kindheitspsychose zum Thema hat, aber wie der vorliegende Film eher eine kommerzielle Auftragsarbeit war, während der Regisseur sich sonst eher im Bereich der experimentellen Avantgarde betätigte. Er selbst hält auch nicht viel von UN BIANCO VESTITO PER MARIALÉ, da er selbst nur wenig Einfluß auf das Projekt hatte und das Drehbuch erst einmal komplett umschrieb. Herausgekommen ist aber dennoch ein Wunder von Film: Dazu tragen neben seiner Kameraführung mit zahlreichen fantastischen Bildern auch der großartige Score von Fiorenzo Capri und die tollen Darsteller bei. Bereits der Prolog ist von eigenartiger Schönheit, ebenso weiß die Sequenz im unheimlichen Keller und die psychedelische Orgie zu begeistern. Auch die Figuren sind nicht ohne: Marialés „Freunde“ sind eigentlich alles unsympathische reiche Säcke, die ihre Frauen/Freundinnen wie den letzten Dreck behandeln, einzig Massimo (Ivan Rassimov), auch „Der Poet“ genannt, scheint noch über menschliche Züge zu verfügen, wobei ihn Marialé auch mal abwertend eine „Mischung aus Hamlet und einem Bänkelsänger“ nennt. Das ist aber immer noch besser, als ein Arschloch zu sein. Der Verlauf der Handlung ist bei dieser Grundkonstellation zwar recht einfach vorherzusehen, aber das Finale knallt noch einmal ordentlich rein, und entläßt den Zuschauer – wie die Musik, die nach dem Abspann noch weitergeht – mit einem Moll-Akkord. Toll.

Zur DVD: Wie gewohnt hat das Team von CAMERA OBSCURA hier wieder ganze Arbeit geleistet: Der Film selbst liegt in prächtigen Farben und im italienischen O-Ton mit deutschen und englischen Untertiteln vor. Dazu gibt es einen interessanten Text von Kai Naumann im Booklet sowie einen mal wieder ebenso informativen wie unterhaltsamen Audiokommentar von Christian Keßler und Marcus Stiglegger. Neben deleted Scenes, Trailern und einer Fotogalerie gibt es auch noch ein ausführliches Interview (eher ein Monolog) mit dem Regisseur. Er ist zwar nicht unbedingt ein bescheidener Mann, hat aber viele interessante Dinge zu erzählen, wie u.a., daß die wunderbare Titelmelodie des Films auch beim Jungfernflug der Concorde gespielt wurde. Jetzt, ja, jetzt ist die Gelegenheit, diese außergewöhnliche Schönheit mit nach Hause zu nehmen!

Spirits of Death, Italien 1972, Regie: Romano Scavolini


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Über den Autor

Alex Klotz ist ein Zelluloid atmendes Wesen und betreibt den Blog hypnosemaschinen. Alex Klotz hat nie als Tellerwäscher, Aushilfsfahrer oder Kartenabreisser gearbeitet und gedenkt das auch in Zukunft nicht zu tun.

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