The Voices

Von  //  18. September 2014  //  Tagged: , ,  //  1 Kommentar

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Jerry (Ryan Reynolds) ist froh über seinen neuen Job im kleinen Ort Milton, der genauso heißt wie der größte Arbeitgeber, eine Fabrik für Badewannen. Für Jerry ist es nicht selbstverständlich, Arbeit zu finden, da er psychisch krank ist und ebenso wie seine verstorbene Mutter Stimmen hört, so er seine Medizin nicht nimmt. Diese manifestieren sich hauptsächlich in seinem treuen Hund Bosco und seiner reichlich unverschämten Katze Mr. Whiskers. Als Jerry sich bei der Planung für eine Firmenfeier in seine britische Kollegin Fiona (Gemma Arterton) verliebt, schafft er es sogar, sie zu einem Date zu überreden. An diesem geht jedoch alles Denkbare schief, und am Ende liegt sie tot im Wald…

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Es verwunderte zunächst schon ein wenig, daß Marjane Satrapi, die mit ihrem wundervollem, autobiographischem Debüt Persepolis über ihr Verhältnis zu ihrem Geburtsland Iran bekannt wurde, nun eine Serienkiller-Komödie gedreht hat. Möglicherweise war sie aber genau die Richtige für den Job, um dem Sujet noch einen eigenen Drive zu verpassen. Der Film verzichtet komplett auf den „Haha, du bist tot“-Zynismus unzähliger Tarantino-Epigonen und auf fade Funsplatter-Standards, stattdessen nähert er sich vor allem seiner Hauptfigur in geradezu liebevoller Weise. Die Welt, in der The Voices spielt, ist freilich gnadenlos überzeichnet – das Logo der Firma Milton ist Pink, die Arbeitskleidung und sogar die Gabelstapler haben die selbe Farbe – wenn man so will, ist nicht nur Jerry, sondern der ganze Film „verrückt“. Nach einer Rückblende in die tragische Kindheit des Protagonisten, glaubt man kurz, es würde ernst werden, doch spätestens beim grandiosen Abspann haben alle wieder gute Laune. Ja, man könnte hier einiges kritisieren – die Frauenfiguren sind alle etwas flach und die Katze sagt das F-Wort vielleicht ein paar mal zu oft, aber schlußendlich hat mir das alles in seiner Verschrobenheit schon sehr viel Spaß gemacht.

USA/Deutschland 2013, Regie: Marjane Satrapi


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Über den Autor

Alex Klotz ist ein Zelluloid atmendes Wesen und betreibt den Blog hypnosemaschinen. Alex Klotz hat nie als Tellerwäscher, Aushilfsfahrer oder Kartenabreisser gearbeitet und gedenkt das auch in Zukunft nicht zu tun.

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