The Junkman – Gone in 60 Seconds 2

Von  //  3. Februar 2011  //  Tagged:  //  Keine Kommentare

Als Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent in Personalunion hat H.B. Halicki mit nur zwei Filmen Actionfilm-Geschichte geschrieben. Eben diese beiden heutigen Kultilme – GONE IN 60 SECONDS und THE JUNKMAN – hat Halicki als findiger Vermarkter ein Sequel („hust“) zu ersterem Film zusammengeschnitten. In all dem unübersichtlichen Chaos geht es die Autoknacker-Gang rund um Mandrian Pace, die ganz Los Angeles auf den Kopf stellen und eine Blechorgie veranstalten, die nicht nur Oldtimer-Fans die Tränen in die Augen treibt. Neben der völlig konfusen Handlung, nur rudimentär zwischen den vielen Stunts und Crashs auszumachen, amüsiert vor allem die pornöse deutsche Synchronisation.

Ganz in Rainer-Brandt-Manier werden den Darstellern schnodderige Sprüche in den Mund gelegt, so das vom Originalton teilweise nicht mehr viel erhalten bleibt. Das alles macht aber kaum etwas, ist der Film doch ohnehin nur ein planlos montierter Schnellschuss, für den nur wenig neues Material angefertigt wurde. Wer Halickis andere Filme nicht gesehen hat, dürfte sich schnell verlieren, denn unzählige Anschlussfehler werfen sämtliche Logik über Bord. In erster Linie kommen also Trashfans auf ihre Kosten und natürlich Freunde guter, handgemachter Action alter Schule, die auch mal auf eine nachvollziehbare Handlung pfeifen können.

Flattr this!

Über den Autor

Aufgewachsen inmitten der pulsierenden Film-Metropole Merkstein/Rheinland mit ihren schillernden Kino-Palästen, umgeben von hochkarätigen Stars, Regisseuren und Filmkritikern blieb Marco Siedelmann nicht viel anderes übrig, als selbst Filmjournalist zu werden. Er schreibt u. a. für critic.de, deadline und negativ.

Alle Artikel von

Schreibe einen Kommentar

comm comm comm