Sennentuntschi

Von  //  12. Mai 2011  //  Tagged: , ,  //  13 Kommentare

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Der Legende nach wurden einst drei Hirten nach Wochen alleine auf der Alm eines besoffenen Abends so notgeil, daß sie aus einem Besen, Stroh und einer Decke eine Frauenpuppe bastelten, um ihr Ding reinzustecken. Das entging dem Teufel nicht, der die Puppe in eine begehrenswerte „echte“ Frau verwandelte. Das freute die Hirten sehr, aber nicht lange…

Diese aufwendige Produktion, die aufgrund von Finanzierungsproblemen beinah nicht hätte fertig gestellt werden können, greift die im Herkunftsland allgemein bekannte Legende auf und packt sie in das Gerüst einer Kriminalgeschichte: In einem kleinen Alpendorf taucht 1975 ausgerechnet an dem Tag, an dem sich der Messner aus unerklärlichen Gründen erhängt hat, ein verwahrlostes stummes Mädchen auf. Der Dorfpolizist nimmt sich ihrer an, doch der Rest der abergläubischen Gemeinde, allen voran der Pfarrer, sehen in dem Auftauchen des Mädchens und dem Tod des Kirchendieners einen direkten Zusammenhang und machen sie dafür verantwortlich. Der Polizist wiederum kommt auch ins Grübeln, als er ein Foto eines 25 Jahre zurückliegenden Dreifach-Mordes entdeckt und die damals spurlos verschwundene Hauptverdächtige dem fremden Mädchen bis aufs Haar gleicht. Derweil trifft ein Städter in der Nähe ein, um auf der Alm in einer Hütte bei den Naturburschen Erwin und Albert seinen Liebeskummer zu vergessen und Abstand zu gewinnen…

Ich finde es grundsätzlich immer sehr löblich, wenn Produktionen gerade aus unseren Breitengraden sich auf lokale Stoffe beziehen, anstatt mehrfach durchgekaute Hollywood-Plots einfach nur in andere Locations zu transponieren. Zwar schielt auch Sennentuntschi ein wenig nach der Ami-Traumfabrik (Georg Tresslers Verarbeitung des Stoffes von 1989, Sukkubus, war da wesentlich eigenwilliger und radikaler), was sich vor allem in einem oft unnötig bombastischen Score äußert, aber auch in dem ein oder anderen bewußtem Zitat oder gerade „hippen“ Stilmittel – aber der Film hat auch einige durchaus originelle und eigenständige Momente zu bieten. Die Besetzung wartet neben der bezaubernden Roxane Mesquida in der Titelrolle mit zahlreichen glaubwürdigen Charakterdarstellern auf, der Spannungsbogen funktioniert prächtig, an unheimlicher Atmosphäre wird nicht gespart und einen ziemlich cleveren narrativen Kniff gibt es auch noch. Geht doch! So was sollte doch auch in Deutschland zu machen sein, dachte ich dabei unwillkürlich und mir fiel dabei auf, daß eins der letzten brauchbaren Exemplare eines unheimlichen Thrillers hierzulande – Der Fluch von Ralf Huettner – auch in den Bergen spielt. Das hat vielleicht etwas zu bedeuten, muß es aber nicht. In der Schweiz ist Sennentuntschi bereits auf DVD erschienen (mit englischen Untertiteln – der Dialekt ist selbst für Rheinländer ziemlich heftig), man arbeitet aber wohl an einer hochdeutschen Synchronisation, um den Film auch in Deutschland und Österreich ins Kino zu bringen. Die sollen mal in die Puschen kommen, denn gerade die von der Kamera wunderbar eingefangenen Gebirgspanoramen gehören unbedingt auf die große Leinwand.

Schweiz/Österreich 2010, Regie: Michael Steiner


Die DVD gibt es – möglicherweise wegen der noch bevorstehenden bundesdeutschen Kino-Auswertung – noch nicht bei amazon, man kann aber das schicke Plakat kaufen: Sennentuntschi Poster Movie Plakat German B (11 x 17 Inches – 28cm x 44cm)


Addendum 5.11.2011: Mit der Kino-Auswertung ist es wohl leider nichts geworden, der Film ist ab dem 1.12. mit hochdeutscher Synchronisation als DVD und BluRay erhältlich: Sennentuntschi


Sennentuntschi


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Alex Klotz ist ein Zelluloid atmendes Wesen und betreibt den Blog hypnosemaschinen. Alex Klotz hat nie als Tellerwäscher, Aushilfsfahrer oder Kartenabreisser gearbeitet und gedenkt das auch in Zukunft nicht zu tun.

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13 Kommentare zu "Sennentuntschi"

  1. Alex Klotz 5. November 2011 um 20:34 Uhr · Antworten

    Mit der Kinoauswertung in Deutschland hat es dann wohl leider nicht geklappt, der Film erscheint hierzulande am 1.12. direkt auf DVD, habe den Artikel entsprechend aktualisiert.

    • Eckhard Heck 11. November 2011 um 18:39 Uhr ·

      Prima (also das mit der Anpassung).

  2. Eckhard Heck 23. Mai 2011 um 08:19 Uhr · Antworten

    Mist. Ich glaube ich finde „Straw Bitch Mountain“ ziemlich lustig. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen für die Woche.

  3. Whoknows 20. Mai 2011 um 22:23 Uhr · Antworten

    „Tantsh!“ könnte noch wirken. Die ganze Welt würde sich fragen, was sich dahinter verbirgt. ;) – Ach, was sind wir doch heute kreativ, wenn es nicht um die eigene neue Besprechung geht.

  4. Alex Klotz 20. Mai 2011 um 22:06 Uhr · Antworten

    Hihi! Stelle gerade fest, es gab sogar bereits hier eine Abstimmung darüber. Die genannten Vorschläge lösen aber gerade extreme Übelkeit bei mir aus. Die Quelle ist aber wohl auch nicht unbedingt ernst zu nehmen…

  5. Whoknows 20. Mai 2011 um 20:23 Uhr · Antworten

    „I still know what you did on the Matterhorn“?

  6. Alex Klotz 19. Mai 2011 um 19:22 Uhr · Antworten

    Das stimmt wohl. Ich frage mich, ob sie den teuren Film auch international vermarkten wollen und ob sie dann was am Titel ändern…schade wäre es schon.

  7. Frau Suk 18. Mai 2011 um 23:52 Uhr · Antworten

    @Alex: Hust. Ich glaube, der Durchschnittskinogänger wird schon vom Titel abgeschreckt. Vielleicht sollte man den dann auch übersetzen? Aber „Real Doll aus biologisch abbaubaren Materialien für Landarbeiter in entlegenen Bergregionen“ hört sich irgendwie auch nicht besser an…

  8. Whoknows 13. Mai 2011 um 18:15 Uhr · Antworten

    @Alex: Schätz du dich mal glücklich, dass der Film in der Bergwelt des Kantons Graubünden spielt! Der Dialekt, dessen man dort bedient, wenn man nicht gerade das Rätoromanisch vorzieht, ist halbwegs verständlich. Hätte man sich jedoch entschieden, das Ding im Wallis anzusiedeln, müsste auch ich gelegentlich kapitulieren. – Und jetzt rat mal, mit wem man das „Sennentuntschi“ besetzt hätte, wenn es in der Umgebung von Basel Alpen gäbe! ;) Die Natur liess mir einfach meinen ersten Oscar entgehen.

  9. Alex Klotz 13. Mai 2011 um 17:48 Uhr · Antworten

    @ Whoknows: Ts, ts, ich dachte du hättest den schon längst gesehen? Dann laß Splatter-Mutti mal nicht zu lange warten! Skat gespielt wird im Film übrigens nicht.

    @ Ecki: Einiges konnte ich auch gut verstehen, aber es gibt zahlreiche Passagen, in denen sehr schnell gesprochen wird und auch eigentümliches Vokabular benutzt wird, da hätte ich ohne die Untertitel kapitulieren müssen. Ich denke auch, daß der Dialekt zur Geschichte gehört, eine Fassung mit Untertiteln wäre wohl die ideale Lösung, aber so was schreckt den „Durchschnittskinogänger“ ja leider immer ab…

  10. Eckhard Heck 13. Mai 2011 um 14:07 Uhr · Antworten

    „Des isch dr Dämon,.. do….“ :) ich finde das wirklich nicht so schwer zu verstehen und das Idiom gehört zur Geschichte. Eine „Eindeutschung“ stelle ich mir ganz furchtbar vor.

  11. Whoknows 13. Mai 2011 um 01:19 Uhr · Antworten

    Ach komm! So schwer sind unsere Dialekte nun wirklich nicht zu verstehen. ;) – Ich bin aber vollends begeistert, dass du den Film noch vor mir gesichtet hast (die alte Geschichte von dem, was vor der Tür liegt und man nicht zu schätzen weiss – respektive: die DVD ist mir noch zu teuer, obwohl Splatter-Mutti drängt).

    In der Sage klopfen die Sennen mit ihrem Tuntschi übrigens gelegentlich einen Jass (= spielen Skat).

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